Plug-in

 

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Gleich neben dem Papiermuseum, das ganz auf die Tradition ausgerichtet ist, und dem Museum für Gegenwartskunst mit seinem Schwergewicht in den Jahren ab 1960, findet sich ein weiteres Museum, das sich stets am Limit zu bewegen versucht, sozusagen noch über die Gegenwart hinaus das zu zeigen versucht, was erst in Entstehung begriffen ist, ja, zur Hälfte noch in der Zukunft liegt: Das Plug-in am St.-Alban-Rheinweg 64 – das Museum für Kommunikation und Kultur, das den Rahmen eines herkömmlichen Museumsbetriebes weit hinter sich lässt. Um sein ambitioniertes Konzept darzustellen, lassen wir am besten das «Museum» selbst sprechen:

 

«[plug.in] ist ein international orientierter Medienkunstbetrieb, der als Veranstalter von Ausstellungen und Veranstaltungen auftritt, in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen Medienkunstprojekte realisiert, sowie Vermittlungs- und Netzwerk-Arbeit für MedienkünstlerInnen leistet. [plug.in] setzt sich für qualitativ hoch stehende Medienkunst ein, welche einen relevanten Beitrag zur zeitgenössischen Kultur liefert.
[plug.in] steht für das analoge Einstecken in den Stromkreislauf und für jene digitalen Programmerweiterungen, die es ermöglichen, mit einer anderen Software zu interagieren. Unser Name bezeichnet unser Vorhaben: Das Teilhaben an dynamischen und interaktiven Prozessen zu stimulieren und die auf der gesellschaftlichen Festplatte gespeicherten künstlerischen Diskurse um neue zu erweitern.
Die Medienkunst, um die es im [plug.in] geht, umfasst Computer-Kunst, Software-Kunst, Internet-Kunst, interaktive Installationen, virtuelle Realität, bis hin zu bewegten Bildern auf Video, DVD, etc. [plug.in] erweitert und dezentralisiert das Konzept des Kuratierens mit einem Netzwerk von KuratorInnen, die Projekte in unser Programm einspeisen. [plug.in] geht einzelne, ausgewählte Produktionszusammenarbeiten mit KünstlerInnen und Kollektiven ein und hilft diesen, technologisch komplexe Werke zu realisieren sowie diese an eine Öffentlichkeit zu vermitteln.»

 

Wer diese Ausführungen nicht ganz verstanden hat, dem sei gerade ein Besuch empfohlen. In der Praxis sind die Ausstellungen, die tatsächlich viel mehr als Ausstellungen sind, nämlich durchaus anregend und verständlich. Den Besuchern wird auf phantasievolle Weise das aktive Erleben an der Schnittstelle zwischen Kunst und neuen Medien nahe gebracht. Plug-in!

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